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1935 - 1955: Wie der Vater, so der Sohn

Im Jahr 1935 wurde die Molkerei Zitterhuck übernommen und zu einem Zweigbetrieb umgebaut. Eine dringend not-wendige Erweiterung, denn die Auftragslage hatte sich in den letzten Jahren weiter kontinuierlich nach oben entwickelt. Darüber freute sich außer Wilhelm Terhoeven inzwischen auch sein Sohn Johann, der den väterlichen Betrieb 1937 dann auch übernehmen sollte. Er brachte frischen Wind ins Unternehmen. Oder genauer: frische Ideen. Die Angebots-palette wurde um Schlepper erweitert, für die man zudem in Zitterhuck Ackerwagen und Kippkarren fertigte. Zugleich hatte Johann Terhoeven schon damals erkannt, dass nicht nur mit dem Verkauf von Fahrzeugen und Geräten gutes Geld zu verdienen war, sondern auch mit dazugehörigem Service. In Folge dessen wurde der Betrieb in Hamb um eine Traktorenwerkstatt mit Ersatzteillager erweitert.

Erfindergeist war es, der die Gründung des Unternehmens ermöglichte. Erfindergeist war es aber auch, der 1945 dafür sorgte, dass Johann Terhoeven überhaupt dabei mithelfen konnte, den Betrieb durch die Nachkriegszeit zu führen.

Am 6.12.1945 gelangen ihm und einem Kameraden die Flucht aus russischer Gefangenschaft: mittels eines aus einer Schuhsohle geschnitzten Stempels, der zum Fälschen der Entlassungspapiere diente. Zurück in der Heimat ging es, zusammen mit der Familie und den Angestellten, daran, den größtenteils zerstörten Zweigbetrieb in Zitterhuck wieder aufzubauen. Auch sonst gab es mehr als genug Arbeit, denn die Nachfrage an Landmaschinen bzw. deren Reparatur war groß. So groß, dass bereits 1946 eine weitere Werkstatt samt Schreinerei gebaut wurde. 1948 folgte eine große Lagerhalle. Schließlich im Jahr 1955 eine Schlepperwerkstatt und die ersten Büroräume. Die Terhoeven OHG, so die inzwischen offizielle Bezeichnung, war zu einem gut florierenden, mittelständischen Betrieb herangewachsen. Und wie es sich für einen solchen gehört, hatte auch die Eigenwerbung längst professionelle Züge angenommen. Das dokumentierte auch die erste Teilnahme an der DLG in Köln im Jahr 1951, wo man selbst gefertigte Kartoffelsortierer, Kleereiben, Kippkarren und Bodenfräsen ausstellte. Mit Erfolg, wie die kommende Auftragslage zeigte.

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