1908 - 1923: Von der Werkstatt zur Ideenschmiede

Erfolgsgeschichten haben in der Regel eines gemeinsam: Sie fangen klein an. Wenn es danach geht, ist die Geschichte der Terhoeven GmbH wohl die Mutter aller Erfolgsgeschichten. Denn kleiner als Firmengründer Wilhelm Terhoeven kann man schwerlich anfangen.

Im Jahr 1908 hatte er einen Kredit über 6.000 Mark aufgenommen und dafür im Sonsbecker Ortsteil Hamb eine alte Werkstatt gekauft. Oder das, was davon übrig geblieben war. Und weil Schulden schon damals die lästige Angewohnheit hatten, zurückgezahlt werden zu wollen, machte er sich umgehend an die Arbeit. Er baute die Werkstatt in eine Schmiede um und stürzte sich mit Eifer in seine neue Selbständigkeit. Der erste Auftrag ließ nicht lange auf sich warten. Ertrag: 3 Mark.

Von da an ging es stetig bergauf für "De Schmed" und seinen Ein-Mann-Betrieb. Auch weil er sich außer auf seine Tüchtigkeit vor allem auf seinen Erfindergeist verlassen konnte. Kartoffelquetschen, Rübenmühlen, Häcksler _ die Liste der von ihm entwickelten landwirtschaftlichen Geräte war lang. Die Liste der Interessenten ebenfalls. Mit der Erfindung einer Maschine zur Reinigung von Inkarnatklee gelang der endgültige wirtschaftliche Durchbruch.

Die Maschine fand reißenden Absatz. Und schließlich auch den Weg ins Patentamt. Die Marke HAMBI war geboren. Im Jahr 1923 schliesslich nahm der Erfolg sichtbare Formen an. Die Werkstatt wurde vergrößert und modernisiert. Auch die Elektrizität hielt Einzug. Wilhelm Terhoevens Betrieb war für neue Herausforderungen gerüstet.

Drucken